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Ausbildung

Ausführungsreglement zum Jagdgesetz

vom 12. Dezember 1991
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Der Staatsrat des Kantons Wallis

eingesehen den Artikel 53 Ziffer 2 der Kantonsverfassung;
eingesehen den Artikel 53 Absatz 2 des Jagdgesetzes vom 30. Januar 1991;
auf Antrag des Justiz- Polizei- und Militärdepartementes,

beschliesst:
1. Kapitel: Jagdprüfung
Art. 1 Grundsätze
1 Zur Erlangung des Jagdpatentes muss der Kandidat nach Absolvierung der obligatorischen Ausbildung in Theorie und Praxis eine Eignungsprüfung mit Erfolg bestanden haben.
Der Jagddienst ist für diese Ausbildung verantwortlich und sucht diesbezüglich die nötige Zusammenarbeit.
Wenn ein Kandidat die Prüfung nicht bestanden hat, ist er nicht verpflichtet, die Ausbildungskurse erneut zu besuchen.

Art. 2 Ausbildung
1 Die Ausbildung dauert mindestens zwei Jahre.
Das Programm des ersten Jahres besteht in einer praktischen Ausbildung von mindestens 50 Stunden. Es beinhaltet namentlich folgende Materien:

a) Kenntnis der wildlebenden Tiere;
b) Studium der Umwelt und der Ökologie;
c) Kenntnisse und Einsatz von Jagd- und Schweisshunden;
d) Schiessen, Waffenkenntnis und Waffenhandhabung;
e) höchstens zehn Stunden, für nützliche Arbeiten, welche durch den Jagddienst von Fall zu Fall bestimmt werden.

Wer aus triftigen Gründen einen Ausbildungstag versäumt hat, kann diesen an einem vom Jagddienst organisierten zusätzlichen Ausbildungstag nachholen.
Das zweite Jahr umfasst einen theoretischen Kurs von mindestens sieben Tagen und enthält namentlich folgendes Ausbildungsprogramm:

a) die Jagdgesetzgebung und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel;
b) die Jagdethik und Ökologie;
c) die Kenntnis der wildlebenden Säugetiere und Vögel;

d) die Jagdtechnik und Jagdpraxis;
e) die Jagdhunde;
f) die Jagdwaffen und Munition;
g) die Wildkrankheiten.

Art. 33 Anmeldung zur Ausbildung
Wer sich für die Ausbildung als Jäger anmeldet, muss bis zum 1. September das 16. Altersjahr vollendet haben. Zudem darf kein Grund zur Verweigerung des Jagdpatentes im Sinne von Artikel 13 des Jagdgesetzes vorliegen.
Die Anmeldung erfolgt bei der Dienststelle. Ein Anmeldeformular kann bei der Dienststelle oder bei einem Wildhüter bezogen werden. Es sind zwei Passfotos, ein Auszug aus dem Strafregister, dessen Ausstellungsdatum nicht länger als drei Monate zurückliegt, beizulegen. Für Kandidaten unter 18 Jahren ist an Stelle des Strafregisterauszuges eine Identitätsbestätigung der Wohnsitzgemeinde erforderlich.
Die Anmeldeunterlagen müssen spätestens bis zum 1. September des laufenden Jahres hinterlegt werden.
Die Einschreibung ist sowohl für die praktische wie die theoretische Ausbildung nur für eine Dauer von zwei Jahren gültig. Nach Ablauf dieser Zeit ist eine neue Anmeldung erforderlich.

Art. 41 Prüfung
Die Prüfung erstreckt sich auf alle in Artikel 2 vorgesehenen Fächer des praktischen und theoretischen Ausbildungsprogramms.
Die Prüfung enthält:

a) eine Schiessprüfung mit Büchse und Flinte am Ende der praktischen Ausbildung;
b) eine schriftliche und mündliche Prüfung am Ende des zweiten Ausbildungsjahres.

Wer beim Schiessen mit der Büchse ein ungenügendes Resultat erzielt, wird zur theoretischen Ausbildung und zur Theorieprüfung trotzdem zugelassen.
Wer die theoretische Prüfung nicht bestanden hat, ist für vier Jahre von der Schiessprüfung befreit.
Hat der Kandidat die theoretische Prüfung dreimal nicht bestanden, kann er das Gesuch stellen, die ganze Prüfung mündlich abzulegen. Diese Prüfung erfolgt während der ordentlichen Prüfungssession.
Hat ein Kandidat die Schiessprüfung dreimal nicht bestanden, kann er ein Gesuch stellen, um die Prüfung allein zu absolvieren; d.h. die Schiessprüfung erfolgt auf einer Polytronic-Scheibe ausserhalb der ordentlichen Prüfungssession. Der Kandidat hat dafür eine Gebühr von 200 Franken zu entrichten.

Art. 51 Prüfungssessionen und Einschreibung für die Prüfung
Die theoretische Prüfung findet im Frühjahr statt. Die Schiessprüfung wird zweimal im Jahr organisiert; je einmal im Frühjahr und im Herbst.

Der Kandidat gilt für die Prüfung des laufenden Jahres als eingeschrieben, wenn er sich nicht 15 Tage vorher abmeldet. Der Jagddienst entscheidet über Ausnahmen aus wichtigen Gründen.
Der Kandidat, der sich nicht zur Prüfung stellt oder der die Prüfung nicht bestanden hat, kann sich spätestens 30 Tage vor der neuen Prüfungssession erneut anmelden. Innert derselben Frist ist auch die vorgeschriebene Einschreibegebühr zu entrichten.

Art. 6 Prüfungskommission
Eine für die laufende Verwaltungsperiode vom Staatsrat ernannte Prüfungskommission besteht aus einer Gruppe für das Unter- und einer für das Oberwallis. Der Chef des Jagddienstes oder sein Stellvertreter präsidieren diese Kommission. Sie hat folgende Aufgaben:

a) Festlegen der Schiessbedingungen; Vorbereitung der schriftlichen und mündlichen Prüfung; Festlegung der Anzahl Fragen und der Punktetabelle für die verschiedenen Prüfungen;
b) Festsetzung der Punktzahl, die der Kandidat erreichen muss, um das Examen zu bestehen;
c) Bewertung der Arbeit der Kandidaten und Notengebung .

Die gemäss Absatz 1 Buchstaben a und b festgelegten Prüfungsbestimmungen werden den Kandidaten vorgängig mitgeteilt.

Art. 7 Ausbildungs- und Prüfungsgebühren
Mit der Anmeldung für den Kurs hat der Kandidat eine Gebühr für die Ausbildung und die Prüfung zu entrichten. Diese Gebühr wird vom Staatsrat festgelegt.
Der Kandidat, der sich infolge Nichtbestehens der Prüfung erneut anmeldet, hat die Hälfte der Gebühr zu bezahlen. Wer aus triftigen Gründen an der Prüfung nicht teilnehmen kann und sich ordentlich von der Prüfung abmeldet, ist für das folgende Jahr, jedoch höchstens einmal von der Einschreibegebühr befreit.
3 Wenn ein Kandidat die Kurse nicht besucht oder sich nicht zur Prüfung stellt, wird ihm die Gebühr nicht zurückvergütet.

Art. 8 Prüfungsresultat und Beschwerde
Das Resultat der Prüfung wird den Kandidaten innert 15 Tagen nach Ablauf der Prüfung durch den Jagddienst eröffnet.
Der Kandidat kann beim Staatsrat Beschwerde einlegen:

a) gegen den Prüfungsablauf;
b) gegen die willkürliche Bewertung der Prüfungsarbeiten.