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Diana Leuk

Beschreibung

 

Diana Leuk
 
Die Diana Leuk wird angeblich 1909 gegründet, mit einer ersten Mitgliederzahl von 31. Der Verein gehört bis 1942 direkt dem schweizerischen Patentjägerverband an. Wir besitzen leider vor 1932 keine Protokolle, so dass wir vor dieser Zeit völlig auf die mündliche Überlieferung angewiesen sind. Die ordentlichen General-
versammlungen finden in einem geregelten Turnus und nach folgendem Prinzip statt: Ein Jahr „Talgrund“ ein Jahr „Berg“. Die Organisation übernimmt die jeweilige Ortsgruppe. Unsere Diana besitzt seit 1977 eine eigene Jagdhorn-Bläsergruppe. Mittlerweile ist unser Bestand auf 207 Mitglieder (2008) angewachsen.
 
Banngebiete
 
Das eidgenössische Banngebiet „Turtmanntal“ (37km2) wird 1952 und dasjenige von „Leukerbad“ (49km2) 1956 geschaffen.
 
Wildbestand
 
Wir können uns heute an einem artenreichen Wildbestand freuen.
Bei der Schaffung des eidgenössischen Banngebietes „Turtmanntal“ 1952 waren dort noch lediglich 7 Gämsen heimisch. Diese Zahl ist bis 1982 auf 700 Stück angewachsen, und dann folgt für die Walliser Jäger der enttäuschende Wermutstropfen.
 

 

Illegale Luchse
 

 

Ein zweifellos einschneidendes Ereignis in unserer Diana-Geschichte war die illegale Luchsaussetzung im Turtmanntal. Ende Mai 1984 fand Godi Squaratti, Hilfswildhüter, im Simmig Mittluschtu Fussspuren eines Menschen und daneben ihm bis Dato unbekannte Tierspuren. Er informierte Willi Amacker, zuständiger Wildhüter für das eidgenössische Banngebiet, welcher ihm bestätigte diese Tags zuvor auch gesehen zu haben. Er sagte zu Godi:“So, jetz heiwär d’Katz hiä, z’Sittu hanis öi scho gmäldut.“ Auf der Luchskonferenz in Spiez im Jahre 1987 wurde Godi Squaratti, in dieser Zeit amtierender Präsident des Oberwalliser Jagdverbandes, von Dr. H.J. Blankenhorn belehrt, es gäbe keine Luchse in der Schweiz.

Dr. Haller, Luchsforscher, konnte daraufhin im Jahre ´88 oder ´89 in einer Kastenfalle auf der Wasserleitung Turtmanntal - Ergisch einen Luchs einfangen, fotografierte diesen und veröffentlichte die Fotografien. Der Beweis war erbracht. Die Anwesenheit dieser unerwünschten Raubkatze hat im Turtmanntal innerhalb von 2 Jahren den erwähnten Gamsbestand von 700 auf 350 Stück dezimiert und den Rehbestand bis auf das allerletzte Stück ausgerottet. Ab dieser Zeit wurden die Wildfütterungen im Turtmanntal eingestellt. Dr. Haller betrieb im Turtmanntal Studien über den Luchs. Laut ihm gab es in ganz Europa kein vergleichbares Gebiet, wo das Auftauchen des Luchses einen grösseren

Einfluss auf den Wildbestand gehabt hätte.

  
Im Bild links der von Dr. Haller im Turtmanntal eingefangene Luchs.
 
 
 
 
 
 
 
 
Wolfsgebiet?!
 
Im Winter 2005/2006 wurde von einem Schneeschuhgänger im Turtmanntal Spuren entdeckt, welche ihn sofort einen Wolf vermuten liessen. Er meldete dies den zuständigen Stellen, welche die Sache vor Ort begutachteten und eindeutig als solche identifizierten. Obwohl in unserer Region im Moment noch kein Wolf offiziell als Dauerbewohner heimisch ist, so spricht doch alles dafür, dass er uns zumindest hin und wieder besucht.
 
 
Bärengebiet?!
 
Auf der Varneralpe kann man noch heute im Gebiet „Bäru-Loch“ eine Falle, sprich ein mittlerweile zum Teil durch Schutt wieder stark zugefülltes Loch, bestaunen, welches der Gegend ihren Namen gab. Dieses Loch wurde so um die Zeit von 1800 als Bärenfalle gebraucht. Es wurde mit einer Art Korbgeflecht zugedeckt, auf welchem ein junges Zicklein festgebunden wurde. Sobald man eine junge Ziege alleine zurücklässt, beginnt diese ziemlich laut zu meckern. Diese Eigenschaft wurde dazu benutzt, den Bären auf eine leicht zu verdienende Mahlzeit aufmerksam zu machen. Sobald der Bär die Ziege holen wollte, gab das Weidegeflecht nach, er fiel ins Loch und war gefangen.
So ein Fang ist ebenfalls für das Jahr 1802 in Tuminen, unterhalb Ergisch, dokumentiert. Es soll sich bei diesem Bären um ein Exemplar gehandelt haben, ….welches in den 6 umliegenden Gemeinden sehr grossen Schaden unter dem Vieh angerichtet hat, vor dem kaum ein Stall von Holz sicher war, der selbst der aufgebotenen zahlreichen Jagdpartie in unzugängliche Gegenden entwischte.
Solch eine Jagdpartie ist ebenfalls für den 15.6.1804 dokumentiert:
 
Abschrift des Dokumentes: Bärenjagd vom 15.6.1804 im Zenden Leuk (siehe Kopie unten)
Namen derjenigen, welche auf Anweisen der Burgschaft am 15. Brachmonat auf die Bärenjagd gegangen:
 
Franziskus ZenRuffinen
Gregor Villa
Burgermeister Marty
Josef Borter
Josef Matter
Alois Matter
Ruffin Schalomel
Franz Witschard
Johann Blatter
Abraham Lauber
Kalbermatter Pius
Kastlan ZenRuffinen
Anton Villa
 
Über den Ausgang dieser Jagd ist allerdings nichts bekannt.
In der Region Illhorn gibt’s einen „Bäruschleif“, auf der Varneralpe das erwähnte Gebiet „Bäruloch,“ es gibt den „Bärutritt“ u.v.m. In Oberems ist am heutigen Gemeindehaus die Tatze des letzten in Ems erlegten Bären in einem Glaskasten zu bestaunen.
Wie sie sehen, blickt unserer Region auf eine Vergangenheit zurück, in welcher der Bär zur ortsansässigen Fauna dazu gehört hat wie heute wieder der Luchs.
 
 
Gamsfallen / Gamsexporte
 
Von ca. 1980-1990 wurden im Turtmanntal ungefähr 150 Gämsen in von der Wildhut selbst konstruierten und erstellten Fallen, welche auf Zwangswechseln eingerichtet wurden, gefangen. Diese Fallen hatten den Vorteil, dass sich dadurch das Narkosegewehr erübrigte. Denn dies war immer ein Risikofaktor, da die Dosis schwer zu berechnen war.
Von der damaligen Wildhut wird berichtet, dass die lebend gefangenen Gämsen sich zwar , um sie aus den Fallen in die Transportkisten zu befördern, stattlich wehrten, aber die Sache mit etwas Routine doch relativ ruhig und speditiv über die Bühne ging. Als sich jedoch eines Tages ein Rehbock in einer dieser Fallen befand, wurde beschlossen ihn zu markieren und wieder frei zu lassen. Aber leichter gesagt als getan. Zwei Erwachsene Männer hatten gar nicht erst die Möglichkeit, auch nur ansatzweise in Griffnähe des Bockes zu kommen, da dieser auf die kleinste Bewegung vor der Falle sofort mit einer aggressiven Attacke reagierte. Kopf runter, kurz anvisiert und zugleich heftiges „Zustechen“ war die Kampftechnik des Bockes. Also erlangte er seine Freiheit dank seinem unerschütterlichen Kampfgeist in alter Schönheit, ohne einen neuen, hässlichen Ohrring! 
Nach dem Einfangen wurden die Gämsen vor der Wildhüterhütte im „Chlee-Bodi“, Alpe Rotigu, 2-3 Tage in Quarantäne gehalten bevor sie am neuen Standort, z.B. auf dem Simplon oder im Goms, wieder in die Freiheit entlassen wurden.
 
Für die Diana Leuk:
Daniel Kalbermatter
 
 
 
 

 

Kontakt

Roger Cina Präsident a.i.

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